Der Bundesverband sexuelle Dienstleistungen

Am 25.03.2002 schlossen wir uns in Berlin zum Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. zusammen. – ähnlich den Zusammenschlüssen von Betrieben in anderen Branchen. Dieser Berufsverband ist ein Zusammenschluss auf Bundesebene, der die fachlichen Anliegen der Betriebe mit erotischen Dienstleistungen wahrnimmt.

Unser Verband ist der Berufsverband für Erotik-Clubs, Bars, Sexkinos, Laufhäuser, SM-Studios, Sex-Saunen, Escortagenturen, Erotikpraxen und -wohnungen, sowie Telefonsex- und Webcamanbieter mit selbstständig arbeitenden ErotikdienstleisterInnen und Callboys.

Wir verstehen uns als integralen Bestandteil des Gewerbesystems in der Bundesrepublik Deutschland und bestehen auf Gleichstellung mit anderen Gewerbetreibenden.

Die Realität von Erotik-DienstleisterInnen und deren Unternehmen ist jedoch noch immer geprägt von unterschiedlichen Behinderungen, Diskriminierungen und Rechtsunsicherheit.

Bisher fehlt auch eine praxisnahe Differenzierung der Erotikdienstleistungs-Betriebe nach deren Art. So wird nicht zwischen Wohnung, Praxis, Sexkino, Bar oder Laufhaus unterschieden. Diese fehlende Unterscheidung führt zu Problemen mit dem geltenden Baurecht und Baunutzungsrecht, wonach unsere Geschäfte pauschal als „Vergnügungsstätten“ einstuft werden, die ausserhalb von Kern- und Gewerbegebieten, grundsätzlich nicht geduldet sind und in vielen Landstrichen und Städten nur ausserhalb von Sperrgebieten existieren dürfen.


Ziele des Bundesverbandes

Entsprechend der Satzungsziele setzt sich der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. ein:

1. für die Beseitigung bestehender gesetzlicher Behinderungen des Erotischen Dienstleistungsgewerbes

2. für die Förderung des Ansehens von Erotik-DienstleisterInnen und der Betriebe mit erotischen Dienstleistungen in der Gesellschaft

3. Die Entwicklung von Qualitätsstandards verbunden mit der Vergabe eines Gütezeichens ist eines unserer nächsten Ziele.


Auf der politischen Ebene

wollen wir Einfluss nehmen auf Verordnungen und Gesetze.
Wir führen Verhandlungen mit Ministerien auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene.

Auf der gesellschaftlichen Ebene:

setzen wir uns ein für ein realistisches Bild vom Erotischen Dienstleistungsgewerbe in den Medien, u. a. durch Reaktionen des Verbandes bei Presseberichterstattungen,
durch eigene Aktivitäten und Events.

Wir wünschen uns seriöse Unternehmen, die frei von Kriminalität und Korruption geführt werden. Eine gute Zusammenarbeit streben wir an mit PartnerInnen auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens, mit staatlichen Institutionen, Polizei, Gerichten, Industrie- und Handelskammer sowie Bundes- und Landesministerien.

Wir distanzieren uns in aller Deutlichkeit von jeder Form von Zwang, Nötigung, Ausbeutung und Menschenhandel!


In eigenen Seminaren und Informationsveranstaltungen vermitteln wir unseren Mitgliedern Wissen und Know-How
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